Elektro|koagulation



Elektro|koagulation

engl.: electrocoagulation

sog. „Kaltkaustik” zur operativen Zerstörung umschriebener Gewebsbezirke durch Hochfrequenzstrom (bipolare Diathermie) hoher Stromstärke und geringer Spannung, wobei durch Wasserdampfbildung (Gewebsaustrocknung) und Eiweißkoagulation in der Folge örtlicher Wärmeentwicklung („Thermokoagulation”) ein tiefgreifender Schorfkegel = „Koagulationskegel” entsteht.

Anwendung v.a. zur Blutstillung, Verschorfung und Stichelung (von Geschwüren, Tumoren, Hämangiomen), ferner – als „gezielte Tiefenkoagulation” – zur Organzerstörung (z.B. zur Hypophysenzerstörung), im Rahmen schmerztherapeutischer Maßnahmen (z.B. Chordotomie) sowie als „endoskopische Elektrokoagulation” (bei Operationen unter Endoskopie; evtl. unter Einsatz einer Saug- oder Greifelektrode; z.B. bei Blasenpapillom, Prostataresektion) und zur diaskleralen Netzhautfixierung (z.B. bei Ablatio, vor Magnetextraktion).

Verwandte Themen

Tiefenkoagulation; Thermokoagulation; Thermokaustik; Koagulation; Kaltkaustik; Hochfrequenzchirurgie; Elektrokauterisation; Elektrochirurgiegerät; Elektrochirurgie

Ausgewählte Internet-Seiten

Klinikmanual Chirurgie – Chirurgische Klinik und Poliklinik der TU München
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
Bund Niedergelassener Chirurgen
Berufsverband Deutscher Chirurgen
Aktuelle Forschungsergebnisse zu “electrocoagulation” (PubMed; engl.)